Texte
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Die Konferenz der Früchte
Ein Obstsalat wird zubereitet – doch was sich da in der Schale versammelt, ist mehr als bloß geschnittenes Obst. Ein sportjournalistischer Bericht entlarvt das kulinarische Geschehen als dramatische Konferenz der Aromen, ein taktisches Kräftespiel zwischen Banane und Kiwi, Limette und Mango.
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Kurzatmige Wahrheiten
In dieser Liste begegnen wir Dackeln, Zinnsoldaten und Schatten, die nicht lügen können, weil ihre Beine zu kurz sind, um sich davonzumachen. Alles bleibt sichtbar, greifbar, beinahe kindlich verlässlich. Wer hier liest, tritt ein in ein kleines Panoptikum der Wahrhaftigkeit – eigenwillig, verspielt und von jener eigentümlichen Strenge, die nur der Wirklichkeit zukommt.
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Warum ich schmähe.
Warum ich schmähe. Keine Pose, kein Protest – sondern ein Akt der inneren Hygiene. Ein literarisches Vorwort über das Recht, das Unerträgliche nicht still hinzunehmen.
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Er kennt sich nicht
Täglich liest er, was ihn aufwühlt – doch nie, was ihn betrifft. Dieses literarische Porträt zeigt einen Mann, der im Spiegel nur das Fremde sieht und sich selbst dabei verliert.
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Betrachtungen der UR-Sache
Diese Schrift gräbt nach dem Ursprung dessen, was und woraus geschöpft wurde – und findet keine Substanz, sondern eine Haltung: Aufmerksamkeit, Maß und Milde als Werkzeuge der Schöpfung. Zwischen Vorratskammer des Möglichen und dem ersten geglückten Wort entfaltet sich eine Grammatik des Anfangs – tastend, poetisch und voller leiser Unterscheidung.
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Das Schnüffeln der Spitzmaus
Ihr nervöses Schnüffeln ist mehr als ein Reflex – es ist der zitternde Ausdruck eines tief verankerten Urtriebes: Neugier. Nicht aus Wissensdurst, sondern aus Existenznotwendigkeit fragt dieses kleine Wesen die Welt ab, Atemzug für Atemzug.
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Das Berner Würstchen
Das Berner Würstchen ist keine Mahlzeit, sondern eine Pose: Käse, Speck und Wurst im verzweifelten Bündnis gegen den eigenen Geschmack. Wer es genießt, hat sich aufgegeben; wer es ablehnt, ist noch nicht verloren.
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Vom Nabelszwerg aus Babelsberg
Eine leise Kindergeschichte aus Babelsberg über Bauchknoten, Mut und das kleine Wort, das hilft: „Nabelruh.“
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Zu bewahren
Es war an einem Frühherbsttag in der Wichgrafstraße: eine verblasste Kiste, ein schief geklebtes Schild — „Zu bewahren“ — und die Menschen, die vorübergingen, ohne zu wissen, was sie hinterließen.
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Schöpfwerk
Zwei junge Männer verlassen Schwedt und geraten am Schöpfwerk in eine Erfahrung, in der Ziegel atmen, Zahlen zu Konfigurationen werden und ein Käfer zum Zeugen wird. Ein Spaziergang durch Polder, Brücke und Gitter – zwischen Rausch und Klarheit, Herkunft und Beginn.