Autor: Jean-Peter Krüger-Fünfgeld
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Du weißt es schon?
Die Zeit des bloßen Wissens ist vorbei. „Du weißt es schon?“ ist eine knappe Gewissensansprache über Wahrheit, Wahl und den Punkt, an dem Ausweichen nicht mehr unschuldig ist.
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Bericht eines freien Menschen –nach dem Ausstieg aus der Erzählung des Weltgeschehens
Es war nicht der Lärm, der mich vertrieb, sondern seine Behauptung, notwendig zu sein. Zu lange hatte ich geglaubt, die Welt sei eine Abfolge zwingender Ereignisse, ein Strom, dessen Richtung durch etwas bestimmt werde, das größer sei als ich, älter und gewissermaßen mit einem Recht ausgestattet, mich mitzuführen. Ich hielt mich für einen Beteiligten, später…
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gott und ungott als Adjektive. Ein karmatisches Wirkprinzip.
Die Sprache, die der Mensch spricht, ist nicht bloß ein Mittel der Mitteilung – sie ist ein Spiegel des Weltgefüges, das er sich erschafft. In ihr webt sich das Unsichtbare ein, das von dorther kommt, wo nicht Sprache, sondern Ursprung ist. So kam mir einst der Gedanke – ein Gedanke, der wie durch eine Ritze…
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Vertrauen ist Vorurteil
Vertrauen gilt oft als Tugend – dabei ist es nichts als ein vorweggenommenes Urteil, ein wohlwollender Verzicht auf Prüfung. In diesem Text wird die scheinbare Reinheit des Vertrauens entlarvt: als bequemes Vorurteil, das sich lieber täuscht, als genau hinzusehen. Ein scharfer Blick auf das, was wir zu wissen glauben
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Eitelkeit – Die Trennung des Menschen von seiner Schöpfkraft
Wenn der Mensch eitel wird, verliert er den Zugang zu jenem schöpferischen Ursprung, der nicht aus ihm, sondern durch ihn spricht. Dieser Text spürt der verborgenen Trennung nach, die entsteht, wenn der Schöpfer sich selbst applaudiert.
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Vom Unterschied zum Oberschied
Nicht alles, was verschieden ist, steht nebeneinander. Manches steht darüber. Dieser Essay führt ein fast vergessenes Wort wieder ein: den Oberschied – das Maß der Höhe, das über bloßen Vergleich hinausführt. Eine Einladung, Rang nicht als Macht zu verstehen, sondern als Einsicht in das Wesentliche.
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Das Kind als Schöpfer – Pädagogik als Gottesdienst
Man kann ein Kind unterrichten wie ein Fach – oder ehren wie ein Wunder. Dieser Text ist ein leiser Lobgesang auf die Pädagogik als Kunst des Vertrauens. Ein Gottesdienst an das Werden – und an jene Fragen, die uns lehren zu lauschen.
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Mutmaßungen
Ein flüchtiger Gedanke, ein Kater auf dem Fensterbrett, ein doppelter Boden: In dieser Miniatur geht es um die Kunst des Mutmaßens – als tastende Bewegung zwischen Ahnung und Erkenntnis.
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Die Konferenz der Früchte
Ein Obstsalat wird zubereitet – doch was sich da in der Schale versammelt, ist mehr als bloß geschnittenes Obst. Ein sportjournalistischer Bericht entlarvt das kulinarische Geschehen als dramatische Konferenz der Aromen, ein taktisches Kräftespiel zwischen Banane und Kiwi, Limette und Mango.
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Kurzatmige Wahrheiten
In dieser Liste begegnen wir Dackeln, Zinnsoldaten und Schatten, die nicht lügen können, weil ihre Beine zu kurz sind, um sich davonzumachen. Alles bleibt sichtbar, greifbar, beinahe kindlich verlässlich. Wer hier liest, tritt ein in ein kleines Panoptikum der Wahrhaftigkeit – eigenwillig, verspielt und von jener eigentümlichen Strenge, die nur der Wirklichkeit zukommt.