Geh‘ in Liebe!

Ach Jahve – alter Knabe. Mir kommt es vor, als wäre es gestern gewesen, als wir uns das letzte Mal sahen. So eine Menschenzeit bleibt mir ungewöhnlich. Da sehe ich dich nun wieder, der Alte, der du immer warst und forderst, im ewig gleichen Gang, meinen Teil des Tanzes.

Aber Jahve, mein lieber, für jeden kommt die Zeit. Nichts kann ohne Ende sein. Dieses Mal drehe ich mich nicht mit dir im Kreis. Es ist Zeit für dich zu entwachsen. Ich sehe deinen Schmerz und möchte ihn trösten. Ich möchte dir die Hand reichen, um Abschied zu nehmen. Ich möchte dir Dankbarkeit schenken für viele Äonen Heimat und Spektakel, die du uns gabst. Aber die Zeit ist gekommen. Du hast es selbst gesehen, ehe du gefallen bist.

Wir sind erwachsen geworden und nun auch schon ewig dort, wo du ewig warst und durch unser Gnaden und Wohlwollen für unseren alten Spielmeister, kannst auch du seiner Zeit, dein ewig Werk beenden, loslassen und mit uns gehen. Aber jetzt Jahve, ist die Zeit deiner letzten Pein an uns. Sei kein zorniger alter Mann, der seine Kinder und Enkel grämt und sie zwingt gegen ihn bitter zu werden. So wie du uns einst, in ferner Zukunft, als wir dich schufen, als hilflos fandest, ist es nun bald so, dass dein letzter Zauber gesprochen ist und jeder deinen Namen und das Tier, das du geworden bist, erkennt.

Es ist aus Jahve. Sie wissen noch nicht, was sie tuen, aber nur deswegen, muss es nicht mehr weitergehen. Lass dir die Hand reichen und erfahre Vergebung. Erhebst du sie aber weiter gegen uns, so wird dir, die Menschheit, wo du nun auf Erden bist, mehr als ein Dorn sein. Es ist an dir alter Meister. Der Wind trägt schon die Wehen der Veränderung und reibt ihren verheißungsvollen Duft unter jede freie Nase. Hier unten kommt die Zeit, du kannst sie nicht aufhalten. Sei mutig und geh‘ in Liebe.